Haar-Lexikon
Auf dieser
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"Haare". Über das alphabetische Indexverzeichnis der Anfangsbuchstaben
haben Sie die Möglichkeit, bequem nach bestimmten Begriffen zu suchen.
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Chronisch,
diffuse nicht-temporäre Alopezie:
Irreversible chronische, diffuse Alopezien können durch alle internistisch
ausgeprägten Krankheitsbilder, die zu einer Reduzierung des Allgemeinzustandes
führen, hervorgerufen werden (z.B. Tuberkulose, Leukämie, Diabetes mellitus
etc.). Die Haare sind verdünnt, glanzlos und pigmentarm geworden und
der Haarwurzelstatus zeigt ein gemischtes Haarwurzelmuster.
Corium:
Lederhaut ( )
Cortex
(Faserstamm/ Faserschicht):
direkt unter der Schuppenschicht/ Cuticula ( )
liegende Faserschicht des Haares. Sie macht den überwiegenden Teil des
Haares aus und ist für seine Elastizität und Festigkeit, Reisfestigkeit
und Stärke verantwortlich. Die Struktur der Faserschicht läßt sich am
anschaulichsten mit einem einfachen Vergleich erklären. Viele dünne
Seile würden einzeln ganz schnell reißen, zu einem dicken Seil gebündelt,
erbringen sie jedoch ein Vielfaches an Belastbarkeit. Entsprechend werden
in der Matrix zunächst runde Zellen produziert, die in der Differenzierungszone
zu schmalen, langen Einheiten verhornen. Diese Zellen produzieren sog.
Peptidketten ( ),
fadenförmige Moleküle, die sich aus den Grundbausteinen aller Proteine
( ),
den Aminosäuren ( ),
zusammensetzen. Aus mehreren Peptidketten entstehen Protofibrillen ( ),
die ihrerseits Mikrofibrillen ( )
und diese wiederum Makrofibrillen ( )
bilden. Untereinander sind diese Einheiten vernetzt und in eine schwefelreiche
Proteinsubstanz eingebettet. Aufgrund der speziellen "Konstruktion"
des Haares, kann ein einzelnes gesundes Haar somit mit etwas 100 g belastet
werden, d.h. ein Seil aus den Haaren eines Menschen gedreht, hielte
einer Belastung von 10.000 Kilo - also rund 12 Autos - stand.
Cuticula
(Schuppenschicht):
ist die äußere, das Haar umgebende Schicht. Sie dient dazu, das Haarinnere
zu schützen und ist äußerst fest strukturiert und dadurch weitgehend
resistent gegenüber "äußeren" Angriffen. Mechanische Einflüsse wie Kämmen
und Bürsten allein machen ihr wenig aus. Erst in Verbindung mit anderen
Komponenten, wie etwa Feuchtigkeit (Quellung), ist die Cuticula angreifbar.
Die Schuppenschicht besteht aus abgeflachten, verhornten Zellen. Aus
diesen einzelnen Zellen bilden sich siebenzellige Ringe, die wie "Becher
ineinander gestapelt sind". Sechs bis zehn Lagen dieser Schuppenschicht
umspannen das Haar wie Manschetten. Sie werden durch einen Zellmembrankomplex
(schwefelarme Eiweißkörper) zusammengehalten. Für 1 cm Haarlänge sind
dabei etwa 8750 Cuticula-Zellen erforderlich.
Cutis:
bezeichnet die beiden äußeren Hautschichten ( )
des menschlichen Körpers; Zusammensetzung aus Oberhaut/ Epidermis ( )
und Lederhaut/ Corium ( )
.
Quellen:
1. Das Haar - seine Struktur,
seine Pflege
von Dieter Hoch und Manfred Schmock
Herausgeber: Wella AG, 1987
2. Haupt-Sache Haar: Ein
Ratgeber für Männer und Frauen
von Reinhold Rühl
Falken TaschenBuch Verlag, 1995
3. Lexikon der Biologie
von Prof. Dr. sc. Herwart Ambrosius et al.
Weltbildverlag GmbH, Augsburg 1987
4. Lehrbuch der Hautkrankheiten
und venerischen Infektionen
für Studierende und Ärzte
von Th. Nasemann und W. Sauerbrey
Springer-Verlag Berlin Heidelberg New York, 1981
5. Dermatologie und Venerologie
- Lehrbuch und Atlas
von Peter Fritsch
Springer-Verlag Berlin Heidelberg New York
6. Dermatologie
Herausgeber: Ernst G. Jung
Hippokrates Verlag Stuttgart
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