Perücken

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Perücken - alles Wichtige zu diesem Thema

Inhaltsverzeichnis:

1. Was ist eine Perücke?

Perücken sind laut Definition künstliche Kopfbedeckungen, die natürliche Haare imitieren. Sie werden dazu eingesetzt, eigene Haare zu ergänzen oder komplett zu ersetzen. Schon sehr früh begannen die Menschen damit, Perücken zu tragen. Eine sehr bekannte Epoche in diesem Zusammenhang ist die Zeit des Barock. Damals dienten Perücken dazu, krankheitsbedingten Haarausfall zu kaschieren und den Kopf in unbeheizten Räumen zu wärmen. Im Jahre 1656 wurde dann die erste Innung für Perückenmacher ins Leben gerufen und schon kurze Zeit später war die sogenannte Allongeperücke zu einem berühmten Standessymbol avanciert. Nach 1700 wurden dann Modelle aus Ross- oder Ziegenhaar und Hanf oder Flachs getragen, die zudem weiß gepudert wurden. Damals belegte man die künstliche Haarpracht sogar mit einer Steuer und verbot den unteren Ständen, ihre Perücken ab zu pudern. Bereits vor der französischen Revolution waren künstliche Haare nicht mehr in Mode und wurden seither fast ausschließlich von Amtsträgern verwendet. Richtig in Mode gekommen sind sie seitdem leider nie wieder. Vielmehr verwendet man sie heutzutage dazu, schütteres oder gänzlich fehlendes Haar zu verdecken oder ergänzen. Im Judentum benutzen sehr gläubige Frauen immer noch häufig eine Perücke, um ihre Haare gänzlich zu verbergen, so wie es das Gesetz von ihnen verlangt. Die heutigen Modelle überzeugen durch den Einsatz von hochwertigen Materialien oder sogar der Verarbeitung von Echthaar. Während im 18. Jahrhundert das Tragen einer Perücke gern zur Schau gestellt wurde, zeichnen sich Perücken in der Gegenwart gerade dadurch aus, dass sie besonders unauffällig sind. Moderne Perücken sind von natürlichem Haar fast nicht zu unterscheiden. Sie sind in einer riesigen Auswahl von Haarschnitten und Farbtönen erhältlich. Von klassischen Looks bis hin zu modischen Schnitten der Saison, von Kurzhaarfrisuren bis hin zu Langhaarperücken bietet die moderne Angebotspalette heute alles, was das Herz begehrt. Grundsätzlich ‍gibt es unterschiedliche Motive, warum man sich heute für eine Perücke entscheidet. Häufig spielt eine medizinische Indikation eine Rolle. Ein erblich oder symptomatisch bedingter Haarausfall ist für viele Menschen ein Motiv für den Kauf einer Perücke. Bei entsprechender Diagnose übernehmen Krankenkassen in diesem Fall die Kosten für eine Perücke. Andererseits werden Perücken jedoch auch als Modeaccessoire eingesetzt. Eine Perücke als „Zweitfrisur“ macht es möglich, dass man seinen Typ in Sekundenschnelle komplett verändern kann. Das ist heute nicht mehr nur im professionellen Bereich der Schauspielerei in Film und Theater oder der Modebranche ein Thema, sondern vermehrt schätzen auch Privatpersonen die Möglichkeit, mit einer Perücke ihren Stil im Handumdrehen verändern zu können.

2. Was unterscheidet eine Kunsthaar- von einer Echthaarperücke?

Soll eine Perücke besonders natürlich wirken oder dem Träger die Möglichkeit des flexiblen Stylings geben, wird sie zumeist aus Echthaar hergestellt. Die Strukturen dieser Haare eignen sich besonders gut, da sie unbehandelt sind und sehr gut weiterverarbeitet werden können. Der Vorteil von Echthaar liegt besonders darin, dass es sehr natürlich wirkt, es sich flexibel stylen lässt und besonders zu unauffälligen Perücken verarbeitet werden kann. Die Haare fallen gut und man kann sie nach Belieben frisieren. Dabei stellen auch Färben und Umformen wie z. B. in Form von Locken kein Problem dar. Außerdem können Perücken aus Echthaar je nach Kundenwunsch geschnitten werden und halten aufgrund ihrer hochwertigen Verarbeitung deutlich länger als Modelle aus anderen Materialien. Ein Nachteil allerdings ist der verhältnismäßig hohe Preis. Echthaar gehört mit aktuell rund 600 USD pro kg mittlerweile zu einem der teuersten Rohstoffe der Welt. Außerdem ist es relativ pflegeintensiv - ähnlich dem ursprünglichen Haar.

Eine Alternative stellen Perücken aus künstlichem Haar dar. Hier unterscheidet man beispielsweise zwischen Perücken aus synthetischem Haar und Futura-Perücken. Die Vorteile von Synthetikhaar-Perücken liegen darin, dass man eine fertige Frisur kauft und aufwendiges Frisieren damit entfällt. Auch nach dem Waschen bleibt die ursprüngliche Form erhalten, was Modelle dieser Art besonders pflegeleicht macht. Man kann zwischen sehr vielen Modellen wählen und diese recht preisgünstig bekommen. Leider haben Perücken aus diesen Materialien aber auch Nachteile. So muss man sich auf eine Frisur festlegen und kann nicht nach Belieben frisieren. Außerdem vertragen Synthetikfasern keine Hitze – Der Einsatz eines Föhns, eines Glätteisens oder Lockenstabs, ist also nicht möglich. Auch die Haltbarkeit ist im Vergleich zu Perücken aus Echthaar deutlich kürzer. Aufgrund ihrer Preisgünstigkeit sind sie sehr gut für Einsteiger geeignet.

Sogenannte Futura- oder Prime Hair-Perücken punkten mit ihrer außergewöhnlichen Strapazierfähigkeit und sehen echtem Haar sehr ähnlich. Sie bieten den Vorteil, dass sie Hitze gut vertragen und sich so auch recht leicht frisieren lassen. So kann man seine Frisur beliebig verändern, ohne Angst um seine Perücke haben zu müssen. Die Form der Frisur bleibt dabei dauerhaft erhalten, bis man sie erneut mit Hitze behandelt. Für ein besonders natürliches Aussehen sind diese Fasern außerdem auch in Grautönen erhältlich. Synthetische Fasern können grundsätzlich in allen Farbtönen produziert werden und bieten eine große Möglichkeit an Schattierungen und Nuancen. Allerdings ist die Auswahl an Frisuren und Styles von Futura-Perücken ein wenig eingeschränkter, da man relativ wenige Modelle auf dem Markt findet und man nicht alles damit machen kann; Dauerwelle oder Färben z. B. ist damit nicht möglich. Mehr Infos zum Thema „Echt- oder Synthetikhaar“!

3. Wie unterscheiden sich Extensions von Perücken?

Extensions sind im Vergleich zu Perücken nur eine Verlängerung des eigenen Haares. Dafür werden echte Haare bzw. Kunstfasern mit den Kopfhaaren verbunden, was sie dichter und länger erscheinen lässt. Dabei gibt es verschiedene Methoden, die Haare miteinander zu verbinden. Man unterscheidet zwei wesentliche Arten, Extensions zu befestigen: Die "kalte" und die "warme" Form. Durch die sogenannte "kalte Methode" werden mit Hilfe von Kunststoffen, Clips, durch Flechten oder Einnähen die Haare miteinander verbunden. Die "warme Methode" nutzt z.B. Wachs, thermoplastische Kunststoffe oder Silikone, die erhitzt werden, um das Echthaar mit den Extensions zu verbinden. Extensions halten im Vergleich zu Perücken nur wenige Monate, da das eigene Haar ständig wächst. Das heißt, man muss die Extensions regelmäßig erneuern lassen. Dabei gilt zu beachten, dass Echthhaar mehrfach verwendet werden kann im Gegensatz zu Kunstfasern. Ein weiterer Nachteil im Vergleich zur Perücke ist die intensive Pflege. Nicht jedes Pflegemittel eignet sich für die Extensions. Das stellt neben den ständigen Erneuerungen ebenfalls einen Kostenfaktor dar. Außerdem sollte man Extensions von fachkundigen Friseuren anbringen lassen. Ansonsten kann das Ergebnis unschön wirken - besonders, wenn man die Verbindungsstellen sehen kann. Wer jedoch nur einmal ausprobieren möchte, wie lange Haare an ihm wirken, für den kann es durchaus sinnvoll sein, sich ein paar Extensions online zu bestellen und damit zu experimentieren. Die kann man mittels eingearbeiteter Kämme bzw. Clips ganz leicht in das eigene Haar stecken.

4. Aus welchen Materialien können Perücken bestehen?

Auf der Suche nach einer Perücke steht man vor der Entscheidung: Echthaar oder Kunsthaar? Dabei erklärt sich der Begriff Echthaar quasi von selbst. Wie bereits erklärt, ist dieses Haar tatsächlich menschliches Haar, dass aufgekauft und verarbeitet wurde. Man unterscheidet zwischen verschiedenen Echthaartypen. In unserem Shop finden Sie hauptsächlich „Remy Human Hair“ - das ist Echthaar, dass noch eine unbeschädigte Schuppenschicht hat und in Wuchsrichtung abgeschnitten wurde. Denn chemische Behandlungen wie z. B. eine Dauerwelle machen Haare unbrauchbar für die Herstellung von Perücken. Aus Indien wird das sogenannte „Tempelhaar“ importiert. Das sind Haare, die indische Frauen einem Tempel geopfert haben, um ihrem Gott zu danken. Die Tempel führen dann regelmäßige Auktionen durch, mit denen das Echthaar dann meistbietend verkauft wird. Wie bereits erwähnt, ist dieser Rohstoff aufgrund der schwierigen Beschaffung sehr teuer. Trotzdem erfreut sich das sogenannte "Human Hair" immer größer werdender Beliebtheit, da es dem ursprünglichen Naturhaar einfach am nächsten kommt.

Als Alternative zu den verhältnismäßig teuren Echthaar-Perücken finden sich auf dem Markt zahlreiche Modelle aus Kunstfasern. Wie der Name schon vermuten lässt, bestehen diese nicht aus menschlichem, natürlichem Haar, sondern aus synthetischen Fasern wie z. B. Toyokalon oder Kanekalon. Das Herstellungsverfahren ist sehr aufwendig, da zunächst durchsichtige Fasern hergestellt werden, die dann in einem späteren Prozess gespalten werden müssen. Nur so erhalten sie den richtigen Durchmesser für Haare. Abschließend werden die künstlichen Fasern chemisch behandelt und eingefärbt.

Man unterscheidet mittlerweile einige Arten von Kunsthaar nach ihren Eigenschaften. Besonders beliebt sind z. B. Futura und Prime Hair. Als "Prime Hair " bezeichnet man eine Mischung aus Echthaaren und sehr feinem, hitzebeständigem Synthetikhaar. Das vereint die Vorteile beider Arten: Es sieht sehr natürlich aus, ist aber deutlich günstiger als eine Perücke ganz aus Echthaar. Dabei lässt sie sich frisieren wie eigenes Haar und verträgt sogar Hitze. Das sogenannte "Futura Hair" besteht aus Kunstfasern, die sehr strapazierfähig sind. Auch sie wirken besonders natürlich und bieten viele Stylingmöglichkeiten, da sie im Vergleich zu anderen Kunsthaaren hitzebeständig sind. Außerdem ist "Futura Hair " auch in Grautönen erhältlich. Nachteilig ist leider, dass man es nicht färben kann und Dauerwelle nicht möglich ist. Außerdem hält eine Perücke aus diesem Material nicht so lange wie aus echtem Haar. Dafür gibt es wiederum sehr viele Modelle auf dem Markt.

5. Wie werden Perücken hergestellt?

Die Herstellung von Perücken ist sehr zeitaufwendig. Bei den Echthaar-Perücken wird das gewonnene Haar zunächst gewaschen. Anschließend sortiert man es nach Länge und Qualität. Dann kann man es je nach Wunsch weiter behandeln (färben, strecken, krausen etc.). Sehr häufig wird mit einem Säurebad auch erst die obere Schuppenschicht entfernt. Das dient dazu, das Haar etwas auszudünnen und damit dem europäischen ähnlicher zu machen. Außerdem soll es vor späterem Verfilzen schützen. Damit das Haar aber trotz aufgerauter bzw. entfernter Schuppenschicht glänzt, wird oft eine Silikonschicht aufgetragen. Das Silikon verschließt die Schuppen wieder und die glatte Oberfläche kann dann das Licht reflektieren, was zum gewünschten Glanz führt.

Es wird aber auch Haar verwendet, bei dem die natürliche Schuppenschicht erhalten bleibt, das sogenannte Remy-Hair. Um das Haar vor Verfilzen zu schützen, muss es nach Wuchsrichtung sortiert und verknüpft werden. Dabei setzt man die Haarwurzel in die Montur ein. Dadurch fallen die Haare in die gleiche Wuchsrichtung, was ein besonders natürliches Ergebnis zur Folge hat. Würde man das nicht machen, könnten sich die Schuppenschichten ineinander verhaken und die Frisur würde verfilzen. Um den gewünschten Farbton zu erreichen, muss man verschiedenfarbige Haare solange miteinander mischen, bis die gewünschte Nuance erreicht ist. Leider kann man diesen Prozess noch nicht maschinell vollziehen, was eine Perücke aus Remy-Hair besonders kostspielig macht. Trotzdem sind Experten von Perücken aus Remy-Hair besonders überzeugt.

Um die Perücke herstellen zu können, benötigt man dann neben den Haaren noch eine künstliche Kopfhaut, die Montur. Sie besteht bei hochwertigen Modellen aus Monofilament, einem sehr dünnen Tüllstoff. In diesen Stoff wird nun von Hand jedes einzelne Haar verknüpft. Das heißt, man zieht es durch den Tüllstoff und verknotet es. Der Perückenmacher beginnt damit im Nacken und endet an der Stirnpartie. Das Prozedere dauert so ca. zwei Wochen. Je nach späterer Verwendung werden manchmal auch verschiedene Monturen miteinander verbunden. Für Perücken, die nach einer Chemotherapie getragen werden sollen, bewähren sich Monturen aus feinstem Tüllstoff. Sie sorgen für eine optimale Sauerstoffzufuhr der ‍nachwachsenden Haare. Um eine Glatze vollständig und dauerhaft zu überdecken, eignen sich hingegen Kombi-Monturen bestens.

Perücken aus Kunsthaar werden eher nicht von Hand geknüpft, sondern maschinell hergestellt. Hier kommen sogenannte Tressen zum Einsatz - ein dünner Stoff, der von Maschinen bearbeitet und mit den Haaren vernäht wird. Im Grunde sind das verschiedene Streifen mit Haaren, die dann zu einem Ganzen zusammengesetzt werden. Eine Perücke genäht aus verschiedenen Tressen passt sich gut der Kopfform an. Um ein natürlicheres Aussehen hinzubekommen, setzen immer mehr Hersteller auf eine Kombination aus Tressen und Monofilament. Zum Frisieren werden beide Arten dann auf einen Perückenkopf gezogen und entsprechend bearbeitet.

6. Von welchen Herstellern kann man Perücken beziehen?

Renommierte Hersteller und Perückenmarken sind z. B. die folgenden Unternehmen

Nachfolgend finden Sie einige Details zu oben genannten Herstellern. Die allhair-Kollektion verbindet hohe Qualitätsstandards mit hohem Preisbewusstsein. In unserer eigenen Perückenproduktion sind die jahrelangen Erfahrungen eingeflossen, die wir im täglichen Umgang mit Kunden und Kundinnen in unseren Ladengeschäften haben sammeln können. Das Sortiment beinhaltet eine große Auswahl an modischen Frisuren für alle Geschmäcker. Vertrieben werden diese hier über den Onlineshop und unsere Läden in Mainz und Mannheim.

Perücken von Annica Hansen decken ebenfalls sämtliche Haarlängen von kurz über mittellang bis lang ab. Es werden Echthaar und Kunsthaar verarbeitet auf Tressen, Teil Mono und Mono Tressen. Die modernen und modischen ready-to-wear Perücken sind ein ideales Fashion-Accessoire.

Die Firma ellen wille ist einer der führenden Anbieter von Perücken und Haarteilen und bietet Haarlängen von kurz über mittel bis lang an. Das Sortiment umfasst eine riesige Auswahl von Modellen und mehrere Kollektionen der renommierten Hairdesignerin Ellen Wille. Als Haarqualitäten liefert das Sortiment Kunsthaar, Echthaar, formbares Kunsthaar und einen Echthaar-Synthetik Mix. Die Verarbeitung der Firmenprodukte erfolgt auf Mono-Tressen oder Mono-handgeknüpft.

Die Marke hairMANia hat sein Angebot komplett auf männliche Kundschaft ausgerichtet. Die Firma führt Herrenperücken aus Synthetikhaar und ‍Toupets für alle denkbaren Anlässe von Sport bis Business. Auch diese Perücken gibt es handgeknüpft und Maschinell verarbeitet auf Teil- sowie Monofilament, zum Teil auch mit Filmansatz (Lacefront). Neben Toupets und Perücken führt hairMANia auch eine große Auswahl an Zubehör und Befestigungssystemen speziell für Herren.

Die bekannte Marke Raquel Welch überzeugt mit brillanten Designs von Echthaarperücken und hochwertig verarbeiteten Kunsthaarmodellen. Das Design orientiert sich sehr an den modischen Trends in den USA. Viele dieser Modelle werden handgeknüpft auf Monofiliament oder sind für ein natürliches Aussehen mit Teil-Monofilament im Bereich des Scheitels oder Wirbels ausgestattet.

7. Woher stammt das Echthaar?

Echthaar ist ein wertvoller Rohstoff, der auf internationalen Märkten zu hohen Kilopreisen gehandelt wird. Es gibt verschiedene Herkunftsländer und Qualitäten, die für die Produktion von Perücken interessant sind. Grundsätzlich spielen Haare aus Indien, China sowie europäisches und kaukasisches Haar für die hiesige Perückenproduktion eine Rolle. Das europäische Haar stammt überwiegend aus Osteuropa, ist aber heute wesentlich seltener geworden und wird deshalb auch zu allerhöchsten Preisen gehandelt. Wichtig für die Produktion von Echthaarperücken ist, dass das verwendete Haar möglichst unbehandelt ist und wenig mit Pflegemitteln und Shampoos in Kontakt gekommen war. Der größte Anteil des Haares, das in Europa in der Perückenproduktion verarbeitet wird, stammt aus Indien. Indisches Haar weist von der Struktur eine große Ähnlichkeit mit den europäischen Haartypen auf. Darum, und weil es überwiegend ungefärbt und unbehandelt ist, ist es sehr beliebt. Es gibt jedoch auch eine historisch gewachsene Infrastruktur, die in den religiösen Traditionen Indiens verwurzelt ist. Diese begünstigt die Verfügbarkeit von Haar als Handelsware. Das indische Haar stammt überwiegend von jungen Frauen. Es wird häufig auch als „Tempelhaar“ bezeichnet. Es gibt verschiede Gründe, warum diese Frauen ihr Haar hergeben. Es gibt Hochzeitsrituale, die ein „Haaropfer“ vorsehen, manchmal wird es jedoch auch aus Dankbarkeit gespendet. Es existiert die Vorstellung, dass sich das Abschneiden der Haare positiv auf das Karma auswirkt. Das Abschneiden der ‍Haare steht dafür, sich von Sünden zu befreien und symbolisiert einen Neuanfang. Das Haar wird in den Tempeln gesammelt und in Klöstern nach Farbe und Länge sortiert. Es ist üblich, dass zwei Drittel der Einnahmen, die die Tempel aus dem Verkauf des Haares erzielen, in soziale Projekte investiert werden. Das Haar wird zunächst mehrfach gewaschen und desinfiziert. Anschließend wird es in einen Veredelungsprozess gegeben, wo es in den meisten Fällen auch umgefärbt wird. In dieser Form wird es dann von Perückenmacherbetrieben zur eigentlichen Echthaarperücke umgearbeitet. Chinesisches Echthaar spielt in den vergangenen Jahren eine wachsende Rolle auf dem Markt. Strukturell unterscheidet sich das Haar etwas vom europäischen. Es wird beim Veredelungsprozess meist noch zusätzlich behandelt und etwas ausgedünnt. Das Haar hat jedoch sehr gute Eigenschaften beim Färbeprozess und nimmt fast alle Farbtöne gut an. Es wird deshalb sehr gerne für hellere Blondtöne verwendet.

8. Welche Kosten fallen an und wer trägt diese?

Wenn man sich für eine Perücke entscheidet, fallen unterschiedliche Kosten an. Je nach Echthaar oder Kunsthaar können sich sehr große Preisspannen ergeben, die sich je nach Verarbeitung aber nicht konkret beziffern lassen. Der Preis setzt sich aus verschiedenen Faktoren zusammen - besonders wichtig ist auch die jeweilige Verarbeitung, die Arbeitsstunden, die Länge der Haare und natürlich auch die speziellen Wünsche der Kunden. Preise von Echthaarperücken beginnen ab ca. 700 Euro und gehen bis deutlich über 1000 Euro. Maßanfertigungen eines Perückenmachers sind entsprechend teurer. Deutlich günstiger zu haben ist eine Perücke aus Kunsthaar. Diese kann man oft schon für unter 200 Euro beziehen.

Wird die Perücke aus medizinischen Gründen benötigt, z. B. nach einer Chemotherapie oder Aufgrund von Haarausfall lohnt sich die Anfrage bei ‍der Krankenkasse. Die Krankenkasse übernimmt normalerweise bei Frauen die Kosten für eine Perücke, wenn eine entsprechende Diagnose vorliegt. Im Normalfall deckt die Kostenübernahme der Krankenkasse eine Perücke aus synthetischem Material komplett ab. Für eine Echthaarperücke muss eine weitere Indikation, zum Beispiel eine Kunststoffunverträglichkeit, vorliegen. Dann kann auch diese vom Versicherer komplett bezahlt werden. Eine Bezuschussung ist jedoch natürlich möglich, falls man sich für eine Echthaarperücke entscheidet. Möchte man eine Perücke aus rein kosmetischen Gründen tragen, müssen die Kosten privat getragen werden. Bei Männern, die an einem genetisch bedingten Haarausfall leiden, übernimmt die Krankenkasse die Kosten meist nach wie vor nicht. Es lohnt sich, die verschiedenen Kassen zu vergleichen, denn nicht alle bieten die gleichen Leistungen an. Mehr Infos zu „Perücken auf Rezept“!

9. Für wen sind Perücken sinnvoll?

Für wen eine Perücke sinnvoll ist, muss jeder für sich selbst entscheiden. Ob aus rein kosmetischen Gründen, weil die eigene Haarpracht dünner geworden ist, oder aber aus medizinischen Beweggründen nach einer Chemotherapie. Besonders Frauen empfinden den Verlust ihres Haares oft ‍als belastend und möchten diesen durch den Einsatz einer Perücke ausgleichen. Eine Perücke erlaubt es aber auch, ganz schnell und unkompliziert den eigenen Typ zu verändern. Bevor man sich zu einem Friseurbesuch mit radikaler Typveränderung durchringt, kann man mit einer Perücke die neue Frisur zunächst an sich ausprobieren und sehen, ob es zum Typ passt. Außerdem kann eine qualitativ hochwertige Perücke dabei helfen, die Folgen einer schweren Krankheit kurzfristig abzudecken. Das erleichtert vielen Schwerstkranken ein normaleres Leben, ohne ständigen Blicken ausgesetzt zu sein. Neben diesen Verwendungsmöglichkeiten werden Perücken natürlich auch immer noch häufig im Fasching eingesetzt. Perücken für den Fasching sind aus preisgünstigen Materialien hergestellt und sollen lediglich ein Kostüm aufwerten. Sie sind nicht zum dauerhaften Tragen geeignet. Generell ist aber erlaubt, was gefällt.

10. Welche Unterschiede bestehen zwischen Perücken für Männer und Frauen?

Perücken von Frauen und Männern unterscheiden sich in erster Linie – logischerweise – in Hinblick auf die Frisur. In Sachen Verarbeitung gibt es ‍sowohl bei Herren- als auch bei Damenperücken Modelle, die auf Monofilament handgeknüpft sind, Kombinationen aus Teil-Monofilament und Tressen sowie Modelle mit Filmansatz (Lacefront). Neben Perücken spielen Toupets bei männlicher Kundschaft traditionell eine große Rolle. Toupets sind Haarteile, die partiell auf kahle Stellen aufgelegt und mit der Kopfhaut oder dem noch vorhandenen Haar verbunden werden. Das Toupet wird nicht vollständig über den Kopf gezogen, sondern dient als Ergänzung zu den eigenen Haaren. Eine Perücke hingegen bedeckt den ganzen Kopf und somit auch den eventuellen eigenen Haaransatz. Bei Frauen kommen meistens komplette Perücken oder Extensions zum Einsatz. Aber auch Oberkopfhaarteile, ähnlich wie Toupets bei Herren, sind mittlerweile eine gute Alternative für Damen. Wichtig ist bei allen Modellen der richtige Schnitt und eine gute Verarbeitung. Gerade Toupets und Oberkopfhaarteile sollen einen ganz natürlichen Übergang schaffen.

11. Welche Haarfarbe für welchen Typ?

Ganz gleich, aus welchem Grund man sich für eine Perücke entscheidet - das Modell sollte zum Typ passen. Nicht jede Haarfarbe passt zu allen Typen. Damit es möglichst natürlich wirkt, sollte man ein paar Tipps beachten. In Bezug auf den jeweiligen Hauttyp, der Augen- und Hautfarbe unterscheidet man zwischen Frühling-, Sommer-, Herbst-, und Wintertypen. Der Frühlingstyp besitzt oft einen pfirsichfarbenen Teint mit leicht rosigen Wangen. Er neigt zu Sommersprossen. Das Naturhaar ist meistens blond, selten rötlich und die Augenfarbe reicht von hellblau bis hellgrün. Bei der Auswahl einer Perücke sollten Frühlingstypen eher auf warme Farben wie z. B. honigblond, goldrot oder kupfer zurückgreifen.

Der Sommertyp hingegen hat eine rosige Haut mit kühleren Untertönen. Die Haarfarben reichen von blond bis hin zu brünett und haben einen meist aschigen Unterton. Sommertypen haben Augenfarben von graublau, blaugrün, blau graugrün oder braun. Ideale Haarfarben sind platinblond, aschbraun, aschblond oder rote Farben mit violetten Untertönen.

Als Herbsttyp bezeichnet zum einen Hauttypen mit heller Haut, die im Sommer schlecht bräunt. Es gibt den Herbsttyp allerdings auch mit goldbeige bis pfirsichfarbenem Teint. Als Augenfarbe sind alle Schattierungen von braun – von bernsteinbraun über rehbraun bis schwarzbraun verbreitet. Das Haar ist meist hell bis dunkelbraun. Honigblond, aschblond, dunkelbraun sowie warme Rot- und Kupfertöne sind die natürlichen Haarfarben des Herbsttyps und auch eine gute Wahl, wenn es um die Anschaffung einer Perücke geht.

Die Augenfarben des Wintertyps variieren von grau, dunkelbraun, eisblau über intensivgrün. Die Haut ist sehr hell und besitzt meist einen leicht bläulichen Unterton. Das Naturhaar kann schwarz oder braun sein. Für diesen Typen eignen sich besonders Nuancen in Aubergine oder Mahagoni. Eine Perücke soll möglichst natürlich wirken, um nicht aufzufallen. Daher lohnt es sich, den eigenen Typen zu kennen und die neue Perücke darauf abzustimmen. Eine allzu große Abweichung vom ursprünglichen Naturhaarton kann schnell künstlich und somit enttäuschend wirken.

12. Welche Größen gibt es und wie misst man sie?

‍Perückengrößen unterscheiden sich von den Hutgrößen. Die unterschiedlichen Werte ergeben sich aus den verschiedenen Stellen, die bei der Messung zugrunde gelegt werden. Bei der Hutgröße wird der Kopfumfang in einer horizontalen Linie von der Stirn aus gemessen. Die Perückengröße misst man, indem man ein Maßband vom Nacken aus bis zum Stirnansatz um den Kopf herumführt. Wir führen als Standardgröße bei Damen 54-56 cm. Diese Größe passt den allermeisten Trägerinnen, zumal Monturen größenverstellbar und flexibel sind. In unserem Sortiment finden sich jedoch auch Damenperücken für größere oder kleiner Köpfe. Die Größe small hat einen Umfang von 52-54 cm, large entspricht 58-60 cm. Bei Herrenperücken haben wir die Einheitsgröße 58-60 cm im Angebot.

13. Wie reinigt und pflegt man eine Perücke?

Auch wenn eine Perücke heutzutage echten Haaren zum Verwechseln ähnlich sehen kann, unterscheidet sie sich in ihren Eigenschaften doch stark von der Natur. So sorgen unsere Talgdrüsen dafür, den Haaransatz ständig zu fetten. Da eine Perücke das nicht leisten kann, ist eine Reinigung auch in größeren zeitlichen Abständen möglich. Um leichte Verschmutzungen zu lösen, empfiehlt sich eine schonende Reinigung ca. alle 7 bis 10 Tage. Trotzdem ist eine besondere Pflege zwischendurch unerlässlich: Sollte die Perücke z. B. etwas zerzaust aussehen, sollte man sie kurz locker aufschütteln und dann auf einen Perückenkopf setzen. So hat das zarte Gewebe die Möglichkeit, binnen weniger Stunden wieder in die ursprüngliche Form zurück zu finden. Auch der Einsatz eines Conditioners pflegt die Perücke sehr einfach und macht das Haar besser kämmbar. Um die Perücke zu kämmen, sollten spezielle Perückenkämme benutzt werden, die das Kunsthaar vor statischer Aufladung schützen und die Montur der Perücke nicht beschädigen können.

Für Perücken, egal ob aus Echt- oder Kunsthaar, empfehlen wir die Verwendung spezieller Kämme und Bürsten. Die Kämme sollten grobzinkig sein. Bürsten sollten mit abgerundeten Noppen versehen sein, da normale Kämme und scharfkantige Bürsten die Montur der Perücke unter Umständen beschädigen können. Geeignete Frisierutensilien finden Sie in unserem Onlineangebot als Zubehör. Kunsthaarperücken sollte man generell nicht in nassem Zustand kämmen. Lockige Perücken aus synthetischem Material auch dann nicht, wenn sie trocken sind. Für die Reinigung der Perücke benutzt man am besten spezielles Perückenshampoo. Am besten füllt man dazu eine große Wanne mit warmen Wasser und gibt das Shampoo hinzu. Dann die Perücke untertauchen und vollsaugen lassen. Zwischendurch können sanfte Bewegungen im Wasser helfen, leichte Verschmutzungen zu lösen. Dabei sollten man aber beachten, die Perücke immer nur in eine Richtung zu bewegen, da sich die Haare sonst leicht verknoten können. Man sollte Perücken niemals auswringen! Abschließend wäscht man die Reste des Shampoos mit kaltem Wasser aus und wiederholt den Vorgang nochmals mit dem Pflegebalsam. Dieser sorgt für einen besseren Schutz des Haares. Zum Trocknen ‍spannen bzw. legen sie die Perücke auf einen Perückenkopf oder Perückenständer. Perücken aus Echthaar können auch trocken gefönt werden.

Gelagert werden sollte eine Perücke immer auf etwas, das der Kopfform ähnelt. Das kann der bereits angesprochene Perückenkopf sein oder auch Ähnliches, was diese Form imitiert. Um sie vor Staub und UV-Strahlen zu schützen, empfiehlt sich ein Schutz wie z. B. ein Jutebeutel oder eine Hutschachtel. Wichtig dabei ist, dass eine gewisse Luftdurchlässigkeit gewährleistet wird, um zum Beispiel Feuchtigkeitsschäden auszuschließen. Richtig gepflegt und gelagert hält eine Echthaarperücke zwischen 1 und 2 Jahren und eine Kunsthaarperücke etwa zwischen 6 Monaten und 1 Jahr - je nach Trageintensität. Mehr Infos zur „Perückenpflege“!

14. Wie kann man sie frisieren?

Perücken aus Echthaar verhalten sich fast genauso wie natürliches Haar. Das heißt, man kann sie in etwa auch genauso stylen. Bereits während der Trocknung kann man das Haar mit Lockenwicklern oder Lockenstab formen. Auch der Einsatz eines Glätteisens ist kein Problem; allerdings sollte man vorher spezielle Hitzeschutzprodukte ins Haar einarbeiten. Auch das Bürsten verhält sich ähnlich wie bei Naturhaaren - jedoch sollte man sicherheitshalber auf spezielle Perückenbürsten zurückgreifen.

‍Echthaar kann man im Gegensatz zu Kunsthaar auch färben und schneiden lassen. Am besten lässt man das allerdings von einem Friseur machen. Kunsthaar hat beim Frisieren den Vorteil, dass es auch nach dem Waschen die Form beibehält. Leider lassen sich jedoch Synthetikfasern nicht einfärben oder in eine andere Form bringen. So ist man oft auf eine Frisur festgelegt. Auch Hitze sollte man meiden und die Perücken lieber an der Luft trocknen lassen. Ansonsten lässt sich aber auch Kunsthaar mit Hilfe von Haarschmuck in alle erdenklichen Formen bringen. Stylingprodukte, die für natürliches Haar gedacht sind, sollte man nicht verwenden. Diese können das Haar der Perücke verkleben. In unserem Shop gibt es eine ganze Reihe von speziellen Styling- und Pflegeprodukten, die jeweils für die Verwendung mit Kunst- oder Echthaarperücken optimiert sind und sie nicht angreifen.

15. Wie oft sollte man sie abnehmen?

‍Eine gut befestigte Perücke kann ohne Bedenken den ganzen Tag über getragen werden. Vor dem Zubettgehen sollte man sie aber besser abnehmen, um die empfindlichen Haare nicht zu sehr zu strapazieren. Durch die Reibung können diese viel leichter verfilzen und auch die Kopfhaut kann Reizungen davontragen. Außerdem ist eine gute Sauerstoffversorgung der Kopfhaut wichtig. Perücken, die auf Tressen geknüpft sind sorgen für eine besonders gute Luftzirkulation, aber auch das dünne, natürlich aussehende Monofilament sorgt für eine ausreichende Luftdurchlässigkeit. Sowohl Tressen als auch Monofilament oder Kombinationen aus beiden Verarbeitungssystemen sind auch von Gewicht her angenehm leicht zu tragen. Ob man sich für eine Kunst- oder eine Echthaarperücke entscheidet, spielt für die Tragehäufigkeit übrigens keine Rolle. Beide Perücken sind für den tagtäglichen Gebrauch über den gesamten Zeitraum des Tages geeignet.

16. Wie zieht man eine Perücke am besten auf?

Eine Perücke aufzuziehen erfordert ein wenig Übung. Aber mit den richtigen Tricks kann man das ganz leicht erlernen: Sollte noch viel eigenes Haar vorhanden sein, muss man es zunächst am Kopf feststecken, damit es später nicht aus der Perücke quillt. Anschließend sollte man ein Haarnetz überziehen - bei einer kompletten Glatze empfehlen sich spezielle Klebestreifen, die ein Verrutschen erschweren. Diese Klebestreifen sind als Haftpunkte, Toupetstreifen oder Haftstreifen erhältlich und halten selbst starkem Schwitzen stand. Sie sollten immer an das Innere der Montur bzw. auf eine eingenähte Silikonfolie geklebt werden, damit sie später nicht sichtbar sind Kleben Sie bitte nicht direkt auf die Montur, da andernfalls der Kleber die Montur zerstören kann. Um einen guten Halt zu gewährleisten, sollten die Klebestreifen bevorzugt an allen vier Seiten ‍des Kopfes angebracht werden. Wenn nur noch wenig eigenes Haar vorhanden ist, eignen sich die Klebestreifen eher nicht. Dann sollte man auf spezielle Clips zurückgreifen, die man in die Montur einnähen und anschließend in das eigene Haar einbringen kann. Sowohl Perücken aus Echthaar als auch Kunsthaar werden nach dem gleichen Prinzip angefertigt. Sie besitzen meist eine Weitenregulierung in Form eines in der Montur eingenähten Klettbands oder aber bestimmter Gummibänder. Damit kann der Träger die individuelle Weite einstellen. In Höhe der Schläfe sind meistens zwei Plättchen eingenäht, die ein gerades Aufsetzen ermöglichen sollen. Zum Aufsetzen umfasst man am besten die zwei Plättchen und setzt die Perücke an der Stirn an. Dann nur noch nach hinten ziehen. Bei vorher aufgebrachten Klebestreifen ist es wichtig, dass eine optimale Verbindung von Kopf und Perücke gewährleistet ist, damit die Frisur nicht schief sitzt oder sich unerwünschte Dellen bilden.

17. Was ist ein "Filmansatz"?

‍Eine Perücke ohne Pony kann leider sehr schnell künstlich wirken. Da aber nicht jeder Träger einen Pony möchte, empfiehlt sich der sogenannte Filmansatz, der häufig auch als Lacefront bezeichnet wird. Ein solcher Filmansatz entsteht, indem ein besonders feiner, fast durchsichtiger Tüllstoff verwendet wird. Dieser wird so mit dem Haar verknüpft, dass der Eindruck echter Kopfhaut entsteht. Und das zeigt sich dann auch besonders im Stirnbereich. Durch diese Verarbeitung ist die Perücke außerdem besonders rutschfest, da sie viel besser auf der eigentlichen Kopfhaut aufliegt. Ein großer Vorteil liegt außerdem darin, dass man Filmansätze deutlich besser frisieren kann. Perücken mit einem Filmansatz gehören aufgrund ihrer tollen Verarbeitung zu den am meisten nachgefragten Modellen.

18. Ist ein Kauf im Internet sinnvoll?

Es gibt zahlreiche Anbieter verschiedenster Perückenarten auf dem Markt. Bei dieser Vielzahl den richtigen Verkäufer zu finden, ist sehr schwer. Wenn man das erste Mal zu einer Perücke greift oder greifen muss, ist man oft unsicher. Viele Menschen wünschen sich für dieses erste Mal eine kompetente Beratung im Hinblick auf Passform und Haarfarbe. Auch das richtige Aufziehen muss man erst erlernen. Viele scheuen sich, dies selbst zu probieren und möchten dazu eine persönliche Beratung. Doch leider wird es zunehmend schwieriger, im Einzelhandel gute Perücken zu finden. Gerade in ländlichen Gebieten gibt es kaum noch Einzelhändler, die auf diese Art von Kopfbedeckungen spezialisiert sind. Und selbst in den Ballungsgebieten findet man kaum noch derartige Geschäfte - noch dazu mit ansprechender Auswahl. Da lohnt sich der Blick ins Internet. Onlinehändler bieten ihren Kunden eine gute Beratung an, die mit dem Fachhandel mithalten kann. Mit Hilfe von Ratgebern in Textform und Videos stehen viele Informationen rund um das Thema Perücke direkt im Internet jederzeit und frei zugänglich zur Verfügung.

Wenn man auf eine hochwertige Verarbeitung achtet und sich eingehend informiert, ist die Bestellung im Internet durchaus eine gute Alternative zum altgedienten Einzelhandel. Besonders hervorzuheben ist das schier unerschöpfliche Sortiment verschiedenster Modelle. Außerdem kann man sich oft mehrere Modelle zur Auswahl bestellen und diese dann ganz diskret zuhause anprobieren. Das ist besonders bei unsicheren Kunden ein großer Vorteil im Vergleich zum Einzelhandel.